Laufende Transformation

Transformation in vollem Gange ++ Enormer Investitionsbedarf ++ Lage der Betriebe sehr unterschiedlich ++ Arbeitskräftemangel immer stärker spürbar

Starke Belastungen + hoher Investitionsbedarf

Jenseits des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine mit seinen drastischen Auswirkungen auf die Energieversorgung und die Energiekosten sowie die Lieferketten haben die laufende Transformation und die Corona-Pandemie die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie in den vergangenen Jahren gefordert wie nie zuvor: Die Kombination aus hohen Investitionen in neue Geschäftsmodelle, neuen digitalen Prozessen und dem Um- bzw. Aufbau neuer Produktionsanlagen und digitaler Infrastruktur sowie der erforderlichen Weiterbildung der Beschäftigten belasten die Unternehmen. Hinzu kamen der Arbeitskräftemangel und die Corona-Pandemie, die ein schnelles, flexibles und umsichtiges Agieren erforderte.

> 50 %

aller Unternehmen müssen ihre Investitionen reduzieren oder verschieben

22 %

der Unternehmen senken oder verschieben geplante Ausgaben für Forschung und Entwicklung

Heterogene Lage und steigender Arbeitskräftemangel

Die verschiedenen Branchen innerhalb der M+E-Industrie haben sich zum Teil deutlich unterschiedlich entwickelt: Teile der Elektroindustrie profitieren zwar von der Energie- und Klimawende sowie der Digitalisierung und Automatisierung. Gerade dort fehlen aber vielerorts Arbeitskräfte, um die Aufträge abzuarbeiten.

Die deutsche Automobilindustrie produziert dagegen ein Drittel weniger Autos als 2018. Die Existenz vieler Zulieferer hängt nach wie vor am Verbrenner, dessen Marktanteil aufgrund politischer Entscheidungen zunehmend schrumpfen wird. Gerade diese Unternehmen haben einen hohen Investitionsbedarf zur Finanzierung der Transformation in neue Geschäftsmodelle. Die Lage der Hersteller von Metallerzeugnissen und der Maschinenbauer hängt wiederum davon ab, in welche Branchen geliefert wird. Dieses massive Auseinanderdriften der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen muss in der laufenden Tarifrunde berücksichtigt werden.

Wichtige Investitionen gefährdet

Aktuelle Umfragen von bayme vbm zeigen, dass die Investitionspläne der M+E Unternehmen in Bayern angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Unsicherheiten merklich zurückgehen. Das betrifft vor allem die wichtigen Erweiterungsinvestitionen. Mehr als die Hälfte der Firmen müssen ihre Investitionen reduzieren oder zumindest verschieben, 22 Prozent sehen sich gezwungen, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu senken oder zu verschieben.

Das gefährdet die Zukunftsfähigkeit der M+E Industrie. Gerade während der laufenden Transformationen und der – wo möglich – Umstellung von Erdgas auf verfügbare Alternativen müssen Unternehmen massiv investieren, wofür sie ausreichende finanzielle Mittel benötigen.

Wir müssen Balance halten

Unternehmen müssen weiterhin massiv in die Transformation investieren. Nur so können Arbeitsplätze erhalten und neue zukunftsorientierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Diese Investitionen müssen allerdings verdient werden. Ein Mehr an Kosten schwächt die Betriebe und führt zu geringeren Investitionen. Das gefährdet die Zukunftsfähigkeit der Betriebe und damit auch die Sicherheit von Arbeitsplätzen.

Ihr Ansprechpartner
Maximilian Stoib
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit +49 (0) 89 - 551 78-335 +49 (0) 151 - 57 66 59 26 E-Mail senden