Unsichere Zeiten mit hohen Risiken

Selten war die Lage der M+E Unternehmen so heterogen und die Verunsicherung so groß wie in diesen Zeiten: Der Russland-Ukraine-Krieg, die Inflation und explodierende Energiepreise, die Gefahr eines Gas-Lieferstopps, Lieferengpässe und akuter Materialmangel sowie die weiter schwelende Corona-Pandemie bei der gleichzeitig laufenden Transformation gefährden die Zukunft des M+E Standorts Bayern. Unter diesen Vorzeichen ist der Forderungsbeschluss der IG Metall Bayern deutlich überzogen und nicht situationsgerecht.

Hohe Inflation + negative Erwartungen

Hohe Energiekosten + Gasversorgung

Lieferengpässe + Rohstoffmangel

Laufende Transformation

Corona-Pandemie noch nicht vorbei

Hohe Inflation + negative Erwartungen

Auch 2022 ist ein schwieriges Jahr für die bayerische M+E Industrie. Die Produktion müsste um mehr als 15 % wachsen, um das Vor-Rezessions-Niveau von 2018 zu erreichen. Schon heute steht fest: Das ist angesichts des Ukraine-Krieges und der Null-Covid-Politik Chinas nicht zu schaffen.

  • Inflation + Arbeitskosten auf Rekordniveau
  • Kosten steigen schneller als Erlöse
  • Finanzielle Basis der M+E Betriebe stark belastet
  • Erwartungen im negativen Bereich
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Hohe Energiekosten + gefährdete Gasversorgung

Die explodierenden Energiepreise belasten die M+E Industrie erheblich. Ob und wann ein dauerhafter Gas-Lieferstopp aus Russland eintritt, lässt sich nicht vorhersagen. Die Auswirkungen wären mit Produktionsstopps und zunehmender Kurzarbeit massiv.

  • Drohende Produktionsstopps und Kurzarbeit
  • Unternehmen steigen von Erdgas auf verfügbare Alternativen um
  • Unternehmen stehen vor existenziellen Problemen
  • Drohende Rezession
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Lieferengpässe + Rohstoffmangel

Zwar sind die Auftragsbücher der bayerischen M+E Industrie derzeit noch gut gefüllt, doch aufgrund der Lieferengpässe und des massiven Mangels an Rohstoffen, Material und Vorprodukten können diese Aufträge teilweise nicht oder nur sehr verzögert abgearbeitet werden.

  • Verspätete und ausfallende Lieferungen
  • Viele Aufträge können nicht oder nur verzögert abgearbeitet werden
  • Höhere Kosten und geringere Erlöse
  • Lage der Betriebe sehr unterschiedlich
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Laufende Transformation

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie stehen mitten in der laufenden Transformation. Zwar gibt es Unternehmen, die bereits von der Transformation profitieren, doch viele Betriebe sind mitten in der Umsetzung und müssen massiv in neue Geschäftsmodelle, Infrastruktur und Weiterbildung der Beschäftigten investieren.

  • Starke Belastungen + hoher Investitionsbedarf
  • Steigender Arbeitskräftemangel
  • Wichtige Investitionen gefährdet
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Corona-Pandemie noch nicht vorbei

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Lieferketten und die zeitweise hohen Ausfallzeiten von Beschäftigten aufgrund einer Corona-Erkrankung sind zusätzliche Faktoren, die die Planungssicherheit und Leistungsfähigkeit von Betrieben erheblich einschränken.

  • Massive Auswirkungen der No-Covid-Strategie Chinas
  • Internationale Lieferketten extrem betroffen
  • Hohe Krankenzahlen in Bayern führen zu hohen Fehlzeiten
  • Anstieg der Infektionszahlen zum Jahresende befürchtet
  • Neue Corona-Virusvarianten sind nicht auszuschließen
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#RealitätsCheck

+9,3 %

So stark sind die tariflichen Entgelte in der bayerischen M+E Industrie seit 2018 gestiegen

+20 bis +30 %

sind die Kosten beim Einkauf für Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen

65.280 €

beträgt 2022 das durchschnittliche tarifliche Entgelt in der bayerischen M+E Industrie

> 50 %

aller M+E Betriebe in Bayern müssen ihre Investitionen reduzieren oder verschieben

Gut zu wissen

Updates zur Tarifrunde 2022

15.09.2022

Pressemitteilung zur ersten Tarifverhandlung in der bayerischen M+E Industrie

Keine Annäherung, aber konstruktiver Austausch
Renkhoff-Mücke: „M+E Industrie droht aufgrund aktueller Krisen die Rezession“

12.09.2022

Auftakt zur M+E Tarifrunde 2022 im Videorückblick

Zum Start in die Tarifrunde 2022 hat der vbm der Presse geschildert, wie es um die M+E Industrie in Bayern steht und warum die Forderungen der IG Metall überzogen sind. Hier sehen Sie die Highlights im Video.

12.09.2022

Pressemitteilung zum Auftakt der M+E Tarifrunde 2022

Balance halten: vbm appelliert zur Tarifrunde an die Vernunft der IG Metall.
Brossardt: „Forderung überzogen, nicht situationsgerecht und fernab der aktuellen Realitäten.“

Ihr Ansprechpartner
Maximilian Stoib
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit +49 (0) 89 - 551 78-335 +49 (0) 151 - 57 66 59 26 E-Mail senden